Zu Beginn kommt also der Kassensturz, wo wir Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Fangen wir also mit den Kontoauszügen vom Girokonto an. Bei den Einnahmen wird man Lohn/Gehalt haben, was regelmäßig auf dem Konto ankommt. Je nach Familienstatus sind das ein oder zwei Posten. Dazu kommt noch Kindergeld, sofern Kinder im Haushalt leben. Gibt es mehr als diese Einkommensquellen, zum Beispiel Pachtzahlung für landwirtschaftliche Flächen, so stehen diese Werte auch auf Einkommensseite. Selbst wenn sie nur einmal im Jahr gezahlt werden. Es sind Einnahmen.
Bei den Ausgaben wird es schon mehr. Miete oder Hauskredite, Wohnnebenkosten, Versicherungen und sonstige Verträge, die regelmäßige Ausgaben sind. Neben diesen festen Ausgaben kommen die Posten Lebensmittel, Drogeriebedarf, Kleidung und auch Freizeit. Da sind selten feste Ausgaben vorhanden, so dass es sich lohnen wird, wenn man diese Ausgaben über einen längeren Zeitraum dokumentiert. Damit kann man zumindest einen monatlichen Durchschnitt errechnen, der für die weitere Kalkulation der Sparraten genutzt werden kann. Wir rechnen aus Einnahmen – der Ausgeben und was nun noch vorhanden ist, kann gezielt für die Sparziele genutzt werden.
Höhere Ausgaben als Einnahmen – und nun?
Das ist natürlich die schlechteste Option die uns treffen kann. Aber auch da kann man viel machen, um die Ausgaben zu reduzieren. Denn es muss zumindest erst mal ein Gleichgewicht erreicht werden. In den meisten Fällen sind da bei schon Schulden aufgelaufen. Egal, ob viel oder wenig. Oberste Priorität ist der Abbau dieser Schulden.
Zum Beispiel bei einem Dispositionskredit. Dieser sollte als erstes bedient werden, da er auch die höchsten Zinsen verursacht. Hat man ihn nur genutzt, weil eine ungeplante Anschaffung ins Haus stand, so wird er sich schnell wieder ausgleichen. Nutzt man den Dispo aber regelmäßig und die Schulden werden dadurch immer mehr, muss man reagieren und als ersts die Ausgaben unter die Lupe nehmen, da man da am schnellsten etwas ändern kann.
Bei längeren Krediten, wie durch Anschaffung von Wohneigentum oder einem Auto, sind ja feste Raten vorhanden, die schon bei den Ausgaben berücksichtigt wurden.
Nehmen wir also zuerst die Ausgaben unter die Lupe, welche über Bargeld oder kleinere Abbuchungen im Raum stehen. Für was wird das Geld ausgeben und ist es wirklich nötig? Ja, der Kaffee unterwegs mag morgens ein späteres Aufstehen ermöglichen. Aber es ist langfristig günstiger sich zu Hause den Kaffee zu kochen. Auch diesen kann man unterwegs trinken. Liegt es nicht an solchen Einkäufen, die das monatliche Budget belasten, so betrachten wir die vorhandenen Verträge.
Nein, hier soll nicht zum Anbieterwechsel geraten werden. Es reicht oftmals schon, wenn man die Tarife für Handy, Festnetz und auch Strom genauer anschaut beim Vertragspartner. Ich selbst habe zum Beispiel bei meinem Stromanbieter einen Onlinevertrag. Das heißt nur, dass ich meine Abrechnung online abrufe und falls ich umziehen sollte, den Zählerstand, die Zählernummer und auch die neue Adresse darüber eintrage. Aber damit zahle ich für die Kilowattstunde wesentlich weniger Geld, als die Kunden, die alles in Papierform bekommen und mitteilen müssen. Auch bei anderen Verträgen kann man so schauen, ob es nicht bessere Tarife gibt, die am Ende weniger Kosten bedeuten. So habe ich als Bestandskunde bei meinem Vertragspartner beim Handy wesentlich bessere Konditionen aushandeln können, als dort auf der Webseite angeboten werden. Es macht dann schon einen Unterschied, ob der Tarif normal 30 Euro im Monat kostet oder ich keine 20 Euro dafür zahlen muss.
Dazu gibt es auch die Möglichkeit Verträge zu bündeln. Sogenannte Familientarife sind mittlerweile im Handybereich möglich, so das alles über einen Vertrag läuft und nur der Vertragspartner den vollen Tarif zahlt und die Familienmitglieder günstiger sind. Oder entsprechende Rabatte, wenn man alle Versicherungsverträge bei einem Unternehmen bündelt. Wir sparen da aktuell bei allen Verträgen jeweils 10% des Beitrages. Sollte das nicht ausreichen, so müssen wohl doch einige Verträge auf den Prüfstand, ob man sie überhaupt benötigt oder ein Anbieterwechsel die bessere Alternative ist. Vor allem wenn man diverse Abos beim TV nutzt, sollte man genau hinschauen, ob sie entsprechend viel genutzt werden, wo es Dopplungen in den Angeboten gibt, so das man da Verträge reduzieren kann.
Sind dann die geänderten oder auch gekündigten Verträge noch nicht ausreichend , um weniger Ausgaben als Einnahmen verbuchen zu können, so wird das Einkaufsverhalten genauer betrachtet. Dazu wird es aber einen extra Artikel geben.


