Sonntag, 1. März 2026

Wie setze ich Sparziele beim Vermögensaufbau?

vg Kleine Sparziele erleichtern den Weg zum Vermögen. Sie sind übersichtlich und in kurzer Zeit erreichbar. Und sie machen es auch einfach, dass man durchhält. Ich selbst habe die Erfahrung über Jahre bei mir beobachtet, dass kleine Ziele besser für das Durchhalten sind. Ich habe es zum Beispiel nie geschafft ein größeres Gefäß – meist eine Flasche – mit Centstücken zu befüllen. Ich habe sie halt vorher immer wieder zur Bank gebracht. Bei einem kleineren Sparschwein war das durchhalten wesentlich einfacher für mich. So auch für die einzelnen Sparziele.

Sparziele berechnen und planen

 


Ein Zeitraum von 2 bis 5 Jahren ist doch recht übersichtlich ist. Vergleichbar ist das mit dem Kauf eines Autos, welches man über einen Kredit finanziert. Damit hat man sich mittelfristige Ziele gesetzt, welche das große Ziel Vermögensaufbau als Altersvorsorge verfolgen.

Wie schon im ersten Artikel dieser Serie geschrieben, ist mein Handyvertrag das erste Ziel was ich erreichen will. Dafür habe ich mein Depot um drei ETF-Fonds erweitert, welche jeweils einmal im Quartal eine Ausschüttung haben. Diese ETF-Fonds setzen sich mit folgenden Ausschüttungen zusammen:

Fond 1 zahlt im Januar, April, Juli und Oktober

Fond 2 zahlt im Febraur, Mai, August und November

Fond 3 zahlt im März, Juni, September und Dezember

Damit sollen alle monatlichen Kosten für das Handy abgedeckt werden, sobald ich die entsprechenden Anteile bei meinen Wunschfonds gekauft habe. Eine gute Übersicht über solche ETF´s bietet die Seite Finanzfluss. Dort kann man sich nach seinen persönlichen Zielen die Werte anzeigen lassen, um dann weitere Recherchen anzustellen, ob der Fond dem gewünschten Ziel nützlich sein wird.

Den jeweiligen ETF stocke ich dann im Monat vor der Ausschüttung auf, damit ich zeitnah eine höhere Ausschüttung erhalte. Da ich noch einige Jahre bis zum Renteneintritt habe, kann ich diese Ausschüttungen gleich mit nutzen, um für die beiden anderen ETF´s Geld anzusparen, damit ich die benötigten Anteile kaufen kann. Denn bis dahin werden meine monatlichen Ausgaben von meinen Einnahmen aus der Selbstständigkeit abgedeckt.

Außerdem habe ich mittlerweile 3 ETF´s im Depot, welche monatlich ausschütten. Ein ETF dient dazu, um die Kontoführungsgebühr vom Verrechnungskonto zu finanzieren. Da werde ich in Zukunft einfach nur die Anteile halten. Die beiden anderen ETF´s werden auch bis zum Renteneintritt aufgestockt, denn diese sollen mir mit ihren Ausschüttungen das Leben ermöglichen was ich mir als Ruheständler vorstelle. Die gesetzliche Rente wird nur die normalen Lebenshaltungskosten abdecken. Reisen und dergleichen sollen dann über die ETF´s finanziert werden.

Gleichzeitig behalte ich aber auch mein Portfolio bei den Aktien im Blick. Auch dafür spare ich weiterhin, um mir jährlich einen neuen Wert ins Depot zu legen. Dabei achte ich darauf, dass ich jährlich eine neue Branche hinzufüge. Diese lege ich schon sehr früh fest und befasse mich dann mit den Werten, welche an der Börse gehandelt werden. Da auch hier die Dividenden für mich das Hauptkriterium sind, schaue ich mir die vergangen Jahre an. Waren sie gleichbleibend oder sind sogar erhöht worden, ist die Aktie in der engeren Auswahl. Allerdings sind die Einzelaktien vorerst nicht so wichtig bei der Gestaltung meines Depots.

Fazit:

Die kurzfristigen Ziele sind aktuell die monatlich ausschüttenden ETF`s, danach kommen als mittelfristige Ziele die ETF´s mit Quartalsausschüttung und langfristig werden die Einzelaktien eingekauft, was dann mit den Ausschüttungen aus den ETF´s realisiert wird, bevor ich in den Ruhestand wechsel.

Dazu bin ich mit wenig Kapitaleinsatz – unter 10.000 Euro – schon an dem Punkt, wo ich nur über die Ausschüttungen nachkaufe und nicht mehr Geld aus meinen laufenden Einnahmen durch Arbeit investieren muss.