Sonntag, 15. Februar 2026

Wenn das Einkommen die Ausgaben nicht deckt

Durchrechnen für Zuschüsse

 


 vg Nachdem nun Einkommen und Ausgaben optimiert wurden, kann es vorkommen, dass am Ende des Geldes noch Monat übrig ist. Hier hilft der Staat, wenn man die entsprechenden Anträge stellt. Doch welche Hilfen gibt es dabei konkret? Dieser Artikel zeigt die Möglichkeiten, welche Arbeitnehmer haben, um staatliche Gelder als Unterstützung zu bekommen. Es sollte aber nicht das Ziel sein, dass man diese Hilfen über Jahre nutzt. Im Gegenteil, sie sollten ein Ansporn sein, dass man etwas langfristig ändert. Sei es durch gezielte Weiterbildungen für den Job oder sogar einen Jobwechsel. Dazu gibt es auch die Möglichkeiten eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufzubauen, welche langfristig vielleicht auch ein Vollzeitjob mit entsprechenden Einnahmen werden kann.

In den meisten Fällen benötigten sogenannte Geringverdiener die Zuschüsse, welche man vom Staat bekommen kann. Da es dabei keine Pauschalen gibt, muss jeder Haushalt individuell berechnet werden. Dazu kommt, dass es diese Zuschüsse nur für befristete Zeiträume gibt und somit immer wieder neu beantragt werden müssen. Auch Veränderungen im Haushalt müssen den entsprechenden Ämtern immer mitgeteilt werden. Doch welche Hilfen gibt um die allgemeinen Lebenshaltungskosten stemmen zu können?

Fragt man im eigenen Umfeld mal nach, so wird man in den meisten Fällen das Bürgergeld genannt bekommen. Bis Ende 2022 war das noch das Arbeitslosengeld II oder auch Hartz IV genannt. Hat man keinen Job und das Arbeitslosengeld ist ausgeschöpft kann man Bürgergeld beantragen. Die Bedarfsgrenzen dazu werden regelmäßig im Bundestag neu festgelegt und ändern sich meistens jährlich. Doch auch wer wenig verdient und unter dem offiziellen Existenzminimum liegt (995 Euro Netto im Jahr 2025 für Alleinstehende) hat Anspruch auf Teilleistungen aus dem Bürgergeld. Kinder ohne eigenes Einkommen erhöhen die Leistungen entsprechend. Dabei kann man natürlich auch Mehrbedarf zum Beispiel für Klassenfahrten der Kinder beantragen. Die Anträge müssen beim Jobcenter eingereicht werden. Dort bekommt man auch die entsprechenden Formulare in Papierform. Natürlich kann man das Bürgergeld auch online beantragen. Alle Informationen und welche Nachweise man beifügen muss findet man unter Bürgergeld beantragen.

Sollte man keinen Anspruch auf Bürgergeld haben, gibt es noch das Wohngeld. Auch wenn man kein Bürgergeld beantragt hat, ist diese Option möglich. Selbst wenn man Wohneigentum besitzt kann man hier Unterstützung bekommen. In manchen Bundesländern wird der Zuschuss bei Wohneigentum auch Lastenzuschuss genannt. Durch dieses Geld soll sichergestellt werden, dass familiengerechtes Wohnen wirtschaftlich abgesichert ist. Wobei das Wohngeld nicht nur für Geringverdiener eine Möglichkeit ist um die Wohnkosten zu bezuschussen. Auch für Studenten, welche keinen Bafögansrpuch haben oder Rentner ist das Wohngeldamt eine gute Anlaufstelle. Auch beim Wohngeld gilt, dass die Leistung individuell berechnet wird. Hier sind die Bewilligungen immer auf ein Jahr befristet und müssen auch immer wieder neu beantragt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist der Zuschuss zum Krankenkassenbeitrag. Diesen Zuschuss bekommen Menschen, die privat versichert sind. Das sind zum Beispiel Selbstständige. Je nach Branche kann es auch nach langer Selbstständigkeit zu finanzellen Engpässen kommen. Liegt das erwirtschaftete Einkommen so niedrig, dass man Anspruch auf Bürgergeld hätte, kann man beim Jobcenter den Zuschuss für die Krankenkasse beantragen. Sollte in dieser Zeit Zahnersatz benötigt werden, so fallen diese Patienten meist unter die Härtefallregelung der Krankenkasse und müssen weniger Zuzahlung leisten.

Für Haushalte mit Kindern kann man bei der zuständigen Familienkasse den Kinderzuschlag beantragen. Dieser ist aber an ein Mindesteinkommen gekoppelt. Paare müssen mindestens 900 Euro brutto als Einkommen haben und Alleinerziehende 600 Euro brutto. Sind diese Einkommensgrenzen erfüllt so kann man pro Kind 297 Euro monatlich bekommen. Liegen die Einkommen darunter, so sollte Bürgergeld beantragt werden.

Wer schon mal schauen möchte, ob ein Anspruch auf finanzielle Unterstützung vom Staat vorhanden ist, kann verschiedene Onlinerechner nutzen. Diese sind zwar keine Garantie, aber die Ergebnisse geben einen Richtwert ob und wie viel etwa zu erwarten ist. Selbst wenn das Ergebnis sagt, dass man nichts bekommen würde, sollte man die nötigen Anträge stellen.

Bürgergeldrechner

Wohngeldrechner


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